August 16th, 2011
Das etwas kostenlos ist, ist ja selten genug, dass es dann auch noch nicht umsonst ist, da gehört schon was dazu!
Jetzt nur Bahnhof verstanden? Dann erstmal eine Erklärung:
kostenlos = kostet nichts
umsonst = etwas tun, was hinterher nichts bringt
Aber darauf wollte nicht nun garnicht hinaus. Mehr auf die Arbeitskartei zum Somawürfel, die man hier als PDF herunterladen kann. Viel Spaß damit.
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September 20th, 2010
Vorbereitete Umgebung ist ein Begriff der Montessori-Pädagogik und behandelt ein kindgerechtes Umfeld, in dem es selbstständig lernt sich ein Lebens- und Arbeitsumfeld zu schaffen und zu erhalten. Ein weiteres Ziel dieses Konzeptes ist die Vermittelung der Fähigkeit sich in einer Gruppe einzuordnen, Entscheidungen zu treffen und diese zu verantworten.
Maria Montessori entwickelte die Idee der vorbereiteten Umgebung, um Kindern in ihren ersten Lebensjahren einen zwanglosen Raum zu schaffen. In dem können sich diese frei entfalten und ihre Fähigkeiten selbst entdecken und entwickeln. Ohne die vorbereitete Umgebung wäre die Umsetzung ihrer pädagogischen Konzepte nicht denkbar. Die Einrichtung misst sich an den Maßstäben der Ästhetik und Eleganz, um eine positive Assoziation der Kinder zu erzeugen. Möbel sind den kindlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen angepasst. Tische und Stühle etwa sind derart gestaltet, dass die Kinder diese ihren eigenen Vorstellungen gemäß platzieren können. Wo und wie sie sich ihren als optimal empfundenen Arbeitsplatz einrichten, bleibt dabei ihnen selbst überlassen. Ein weiterer Effekt ist das Erlernen der Rücksichtnahme auf andere, indem sie die Möbelstücke tragen und nicht gezwungen sind, diese geräuschvoll herumzuschieben. Eine weitere Besonderheit in Montessori-Einrichtungen ist die Anwendung zerbrechlicher Alltagsgegenstände wie Geschirr aus Porzellan. Anhand dessen soll die angemessene Handhabung fragiler Dinge sowie die damit verbundene entsprechende Wertschätzung vermittelt werden. Ziel ist die Loslösung der Kinder von der Anleitung durch die Erwachsenen, deshalb haben derartige Einrichtungen einen Aufforderungscharakter. Arbeitsmaterialien stehen in Sichthöhe eines Kindes, sind frei zugänglich aber begrenzt vorhanden. Dies fördert den sparsamen Umgang mit Ressourcen und die Erlernung gruppendynamischer Prozesse zur Verteilung dieser.
Die Aufgabe der Erwachsenen ist auf die Vorbereitung der Umgebung selbst und auf die Übernahme der Verantwortung beschränkt. Der Erhalt ihres Lebens- und Arbeitsraumes oblieget den Kindern selbst.
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August 10th, 2010
Die Übungen des täglichen Lebens sind für die Entwicklung eines Kindes unerlässlich. Nur durch diese wird es selbstständiger und kann sich von der Abhängigkeit zu Erwachsenen lösen. Bei diesen Übungen durchläuft ein Kind verschiedene Etappen der eigenen Entwicklungen. Die drei Entwicklungsstufen schulen die Fertigkeiten und Kenntnisse eines Kindes und vertiefen diese durch andauernde Wiederholungen. Jedes Kind hat den Drang zur Unabhängigkeit und strebt nach der Teilnahme am Erwachsenenleben. Dadurch orientieren sich die Übungen des täglichen Lebens am natürlichen Lernwillen der Jungen und Mädchen.
Zu Beginn der Übungen führen Kinder alle Tätigkeiten ohne jeglichen Bezug zur Umwelt durch. So gießen sie zum Beispiel Blumen, obwohl diese kein Wasser benötigen oder sie die Tätigkeit kurze Zeit zuvor durchgeführt haben. In der zweiten Entwicklungsstufe begreifen Kinder den Sinn dieser Tätigkeit. So verstehen sie zum Beispiel, dass sie die Blumen gießen müssen, damit diese blühen. In der dritten und somit auch in der letzten Entwicklungsstufe verstehen Kinder die Bedeutung der Tätigkeit. Sie verstehen, dass diese für das Leben in einer Gruppe unerlässlich ist. Sukzessive entwickeln sie einen Blick für die Aufgaben, die es im Alltag zu bewältigen gilt. Sie erhalten einen Ordnungssinn, der für die weitere Entwicklung eines Kindes unerlässlich ist.
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Juli 19th, 2010
Hinter dem Montessori Spielmaterial verbergen sich Lernmaterialien, die durch die italienische Pädagogin Maria Montessori entwickelt wurden. Montessori entwickelte die Materialien basierend auf den Erfahrungen, die sie während ihrer praktischen Arbeit sammelte. Die Entwicklung vollzog sich in Verbindung mit den Grundsätzen der heute bekannten Montessori Pädagogik. Das Montessori Spielmaterial findet als Lernmaterial, mit dem sich Kinder spielend weiterentwickeln können, weltweit in Kindergärten und Schulen Anwendung, die nach den Grundlagen der Montessori Pädagogik arbeiten. Hervorstechend sind die Eigenschaften der Materialien, die Anwendung finden.
So ist das Montessori Spielmaterial so gestaltet, dass ein Kind eigenständig ohne die Hilfe eines Erwachsenen damit arbeiten kann. Es verfügt über Möglichkeiten der Selbstkontrolle und ist so aufgebaut, dass es Jungen und Mädchen den Eindruck vermittelt, dass sie spielen. Durch den spielerischen Charakter wird die Konzentration eines Kindes gestärkt. Infolge dessen arbeiten Jungen und Mädchen länger mit den Materialien und versuchen zudem die Kenntnisse, die sie bereits besitzen, anzuwenden. Viele Materialien von Maria Montessori lassen sich vielseitig und in Verbindung mit verschiedenen Spielen einsetzen. Dadurch können Kindern verschiedene Zusammenhänge verdeutlicht werden. Das Montessori Spielmaterial sollte so zur Verfügung gestellt werden, dass Kinder selbst entscheiden können, wann sie damit arbeiten möchten. Des Weiteren sollte durch das Sinnesmaterial der natürliche Drang des Lernens gestärkt werden.
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Juli 14th, 2010
Die kosmische Erziehung, ein Begriff aus der Montessori-Pädagogik, lehnt sich an das im antiken Griechenland vertretene Prinzip an, das der Mensch ein Teil des großen Ganzen beizutragen ist.
Der Einzelne ist Mikrokosmos im Makrokosmos und erfüllt eine bestimmte Aufgabe in diesem. Er oder Sie wirkt so am kosmischen Plan mit. Nach Montessoris Ansichten findet jede Handlung ihren Eingang in diesem kosmischen Plan, der auch von Anbeginn der Zeit den Weg für uns Menschen vorbestimmt. Die Philosophie Montessoris begründet den Ursprung der Welt mit einem religiösen Motiv, der Existenz eines Gotteswesens, vermeidet dabei allerdings diese These den Kindern aufzuzwingen. Ein solches Vorgehen stünde auch der Grundhaltung der Montessori-Philosophie entgegen, den Kindern die eigenständige Erlangung von Werten und Überzeugungen zu vermitteln. Die kosmische Erziehung die Heranbildung von Verantwortungsbewusstsein und eigenständiger aktiver Teilhabe am Leben zum zentralen Anliegen. Im Schulunterricht an Montessori-Einrichtungen wird die kosmische Erziehung zur Grundlage für die Altersstufen 6 bis 12 Jahre. Nach Montessoris Auffassung ist dieses Lebensalter eine sensible Phase, in der eine große Offenheit und ein Interesse an Dingen die das große Ganze betreffen herrscht.
Die Nutzung des Intellektes unterscheidet nach Montessori den Menschen vom Tier und verleiht ihm die Fähigkeit seinen Platz und seine Aufgabe im Kosmos zu erkennen, ja sogar zu wählen. Die Schulung dieser Fähigkeit sowie die Erkenntnis der besonderen Position in der Schöpfung ist das Ziel der kosmischen Erziehung.
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Juni 30th, 2010
Sensible Phasen sind für die Entwicklung eines Kindes entscheidend. In dieser Zeit zeigen sich Kinder gegenüber verschiedenen Einflüssen der Umwelt und Themengebiete sehr offen. Sie möchten neue Gegebenheiten kennenlernen und neue Inhalte erlernen. Nach den Kenntnissen von Maria Montessori lernt ein Kind während dieser Zeit besonders schnell. Je nach Interessengebieten wird zwischen verschiedenen sensiblen Phasen unterschieden. Eine richtet sich an die Verfeinerung der menschlichen Sinne. Es ist die Phase, die bei den meisten Kindern recht früh eintritt. In dieser Zeit orientieren sich Jungen und Mädchen intensiv an ihrer Umgebung. Sie versuchen verschiedene Zusammenhänge zu ergründen und möchten Gegenständen des Alltages den eigenen Wissensdurst stellen. Diese sensible Phase ist für die Kindesentwicklung eine der Wichtigsten, da die Pädagogik von Maria Montessori darauf aufbaut, dass Kinder mit allen Sinnen neue Inhalte erlernen.
Richtet sich eine sensible Phase an die Verfeinerung der Sinne, versuchen Kinder durch verschiedene Eindrücke die individuellen Sinneswahrnehmungen zu differenzieren. Sie lernen in dieser Zeit, die ihnen zur Verfügung stehenden Sinne richtig einzusetzen und durch deren Einsatz verschiedene Zusammenhänge zu verstehen. Um dieses Interesse richtig zu schulen, bietet sich die Arbeit mit dem Montessori Sinnesmaterial an. Dieses richtet sich an die Arbeit mit den menschlichen Sinnen und schult den Einsatz dieser.
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Juni 2nd, 2010
Die Polarisation der Aufmerksamkeit ist ein Phänomen, das hauptsächlich bei jungen Kindern auftritt.
Es kann dann beobachtet werden, wenn ein Kind sich voller Konzentration einem Spiel widmet. Größtenteils handelt es sich dabei um einfache didaktische Spiele, etwa Steckzylinderkästen oder geometrische Bauklötze, die in die passenden Löcher eines Kastens gesteckt werden müssen. Die einfachen Übungen werden dann viele Male hintereinander ausgeführt.
Bei Erwachsenen kann so ein Phänomen in ähnlichen Formen ebenfalls auftreten, allerdings geschieht das eher beim Schach spielen, Lesen oder dem Lösen eines komplexen mathematischen Problems.
Damit das Erreichen der Polarisation der Aufmerksamkeit gewährleistet werden kann, ist es wichtig, dass geeignetes Material zur Verfügung steht. Die Spielutensilien dürfen das Kind weder unter- noch überfordern. Es muss selbstständig mit ihnen zurechtkommen, ohne Erwachsene oder andere Kinder um Hilfe bitten zu müssen. Es sollten unterschiedliche Spieltätigkeiten angeboten werden, sodass das Kind sich bewusst entscheiden kann, mit welchem Themengebiet es sich auseinandersetzen möchte.
Nach der Montessori Pädagogik sollte Kindern jeden Tag der Raum und die Möglichkeit gegeben werden, den Zustand der Polarisation der Aufmerksamkeit zu erreichen. Auch wenn alle äußeren Umstände stimmen, kann es sein, dass das Kind sich in keins der Materialien konzentriert vertieft, Konzentration kann und darf nicht erzwungen werden. Das Kind muss sich freiwillig dafür entscheiden, nur so ist der Lernprozess erfolgreich.
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Mai 23rd, 2010
Den gesamten Unterricht kann man in der ersten Klasse Mathematik mit dem Geobrett zwar nicht gestalten, man kann dieses jedoch bei passenden Momenten stets heranziehen, um den Kindern den theoretischen Stoff der Mathematik, den sie meist eher trocken vermittelt bekommen, lebhaft zu gestalten und somit in deren Gedächtnissen zu verankern.
Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, wie sich Geobretter derart einsetzen lassen. So ist dies bereits bei Einführung von Formen möglich, wie dem Dreieck oder dem Viereck. Es ist normal, dass Kinder in der Grundschule diese Formen einzig kennenlernen aber nicht zu verstehen lernen. Das ist im Normalfall auch zu viel von einem Grundschüler verlangt, wenn es nicht irgendwie auch im Spiel geschehen könnte. Durch das Geobrett erhalten die Kinder die Möglichkeit, die Formen selbst zu bilden und zu verstehen, wie sie sich zusammensetzen.
Ein Unterrichtsentwurf für Geobretter kann somit beispielsweise in der Einführung des Dreiecks und des Vierecks liegen. Die einzelnen Nägel werden mit einem Gummiband bespannt – fügt man nun zu einem Dreieck einen weiteren bespannten Nagel hinzu, so erhält man ein Viereck. Die Nägel des Geobretts verdeutlichen den Kindern, was letztlich eine Ecke ist und dass an einer Ecke eine Art Wendung vollzogen wird. Die Einführung des Winkels als Begriff ist hiermit auch möglich.
Es soll von den Kindern aber nicht verlangt werden, dass sie gleich damit rechnen bzw. vollends hinter die Geometrie blicken können. Vielmehr sollen ihnen durch den Unterrichtsentwurf Geobretter zeigen, wie alles zusammenhängt und wie das Prinzip der Geometrie sein könnte. Sie sollen selbst ein Verständnis dafür entwickeln können, ohne durch den Lehrer dieses „aufgedrückt“ zu bekommen.
Die Kinder lernen durch die Geobretter im Spiel freiwillig, was Geometrie bedeutet. Das ist der eigentliche Erfolg der Geobretter, der sich auch auf andere Bereiche übertragen lässt, auf denen diese Hilfsmittel einsetzbar sind. Im Internet gibt es hierfür eine Reihe an Beispielen, z.B. hier bei geobretter.org
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Mai 2nd, 2010
Im 18. Jahrhundert entwickelten zwei französische Ärzte Hilfsmittel und Spiele zur Förderung behinderter Kinder. Aus dieser Vorlage entwickelte die italienische Ärztin Montessori das sogenannte Maria Montessori Material, das auch zur spielerischen Förderung für nicht behinderte Kinder eingesetzt werden kann, wie es auch in vielen Kindergärten und Schulen heute der Fall ist.
Der Gedanke, der der Entwicklung des Materials zugrunde liegt, ist die Frage, wie sich Kinder zu neuen Sachen anregen und stimulieren lassen können, ohne dabei speziell angewiesen zu werden. Ein wichtiger Punkt der Montessori Pädagogik ist dabei, dass die Kinder selbstständig anfangen sollen, sich für Dinge zu interessieren. Die Maria Montessori Materialien sollen nicht zur Unterstützung des Unterrichts durch Lehrpersonen verwendet werden, sondern gewissermaßen den Unterricht ersetzen und die Kinder selbst zur Lehrperson machen.
Grundlegend für den Erfolg der Pädagogik ist auch die Beachtung einiger Regeln im Zusammenhang mit dem Maria Montessori Material. Das Kind muss seine Umgebung selbst gestalten können, das bedeutet Stühle, Tische und weitere Möbelstücke sollten so konzipiert sein, dass Kinder sie alleine tragen und verrücken können und sich somit den Ort für ihr Spielen und Lernen selbst aussuchen können. Die Maria Montessori Materialien müssen sauber und vollständig in einem Regal auf Augenhöhe des Kindes präsentiert werden. Jedes Material sollte nur einmal vorhanden sein, dadurch lernen die Kinder, schnell Rücksicht auf andere zu nehmen und zu teilen.
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August 13th, 2009
Gerade bei der Suche nach Büchern bin ich über: http://www.montessori-literatur.de/unterrichtsmaterial-buecher_28.html gestolpert. Eine ganze Sammlung an Büchern mit verschiedenen Material-Ideen und Unterrichtsmaterialien. Da findet sich selbst Fachliteratur in englischer Sprache.
Werde ich mir auf jeden Fall mal merken und sehen wie sich dieses Verzeichnis entwickelt.
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